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 Der Übungsplatz
OE2RXN Offline

***

Beiträge: 25

28.04.2006 21:05
Der Strom antworten

Der Strom ist sehr dünn. Deshalb braucht man für Strom auch keinen Schlauch.
Er geht durch einfachen Draht, so dünn ist er. Mit Holz kann man keinen Strom
übertragen. Wahrscheinlich saugt Holz ihn auf. Mit Kunststoff ist es genauso.

Wenn der Strom gerade nicht gebraucht wird, ist er nicht dünn. Im Gegenteil, er
ist dickflüssig, damit er nicht aus der Steckdose läuft, sonst müsste ja immer
ein Stopfen auf der Steckdose sein.

Woher der Strom weis, dass er gebraucht wird und dünn werden muss ist noch unklar.
Wahrscheinlich riecht er, wenn jemand mit einem Elektrogerät ins Zimmer kommt.

Strom ist nicht nur dünn, sondern auch unsichtbar. Daher weis man nicht, ob in
einem Draht gerade Strom drin ist oder auch nicht. Dann muss man den Draht
anfassen. Wenn Strom drin ist tut es weh. Das nennt man Stromschlag. Manchmal
merkt man auch nichts. Entweder weil kein Strom im Draht ist oder weil man
plötzlich tot umfällt, das nennt man Exitus.

Strom ist sehr vielseitig. Man kann darauf kochen, bohren, heizen und viele mehr.

Wenn man einen Draht mit Strom an einen anderen mit Strom hält, funkt und knallt
es. Das nennt man Kurzschluss. Aber dafür gibt es Sicherungen. Die kann man dann
wieder reindrehen.

Außer Strom im Kabel gibt es auch noch Strom zum Mitnehmen. Der ist in kleinen
Schachteln eingepackt. Der Fachmann nennt so etwas Batterie. Der Strom in der
Batterie kann natürlich nicht sehen ob er gebraucht wird oder nicht. Deshalb
läuft er manchmal so ohne Grund aus und frisst alles kaputt.

Es gibt verschiedene Stromarten:

1. Wechselstrom : Der Wechselstrom heißt so, weil er seine Verwendung
häufig wechselt.

2. Gleichstrom : Der Gleichstrom heißt so, weil es ihm völlig gleich
ist was man mit ihm macht.

3. Starkstrom : Der Starkstrom heißt so, weil es unheimlich stark
ist, was man mit ihm so alles machen kann.

4. Schwachstrom : Der Schwachstrom heißt so, weil es unheimlich schwach
ist, was man mit ihm alles machen kann.


Strom ist zwar unsichtbar, dennoch kann den Elektronen, die den Strom ja bekanntlich
tragen, eine Farbe zugewiesen werden. Man jage dazu viele Elektronen durch einen Draht,
indem man beispielsweise die Stromschachtel mit dem Draht kurzschließt.
Der Draht wird vom Strom durchflossen und er wird rot. Also: Elektronen sind rot!
Weil in dem Draht so ein Gedrängel herrscht wie bei C&A im Schlussverkauf, wird er
natürlich auch warm. Wie im Gedrängel.

Funken sind blau. Funken bestehen aus Elektronen. Hier liegt trotzdem nur
scheinbar ein Widerspruch vor, der bei näherer Betrachtung des Problems schon gelöst werden kann.
Man betrachte den Weg des Funkens: Gezackt, hin und her, vom Anfang bis zum Ende.
Wer im Leben einen solchen Weg zurücklegt, der MUSS ja wohl blau sein - oder ?


Wenden wir uns nun einem Thema zu, das uns alle in der Schule usw. beschäftigt hat:

In welche Richtung fließt er - der Strom?

Nun, wir haben damals gelernt, dass er von PLUS nach MINUS fließen soll. Also, Plus ist mehr
als Minus, da sind also viele Elektronen ganz eng beieinander, so wie Menschen bei C&A...
Bei Minus sind dann fast gar keine, da ist es ganz leer, wie in der Wüste zum Beispiel.
Nun sollen sich die vielen Elektronen also lieber aus dem Gedränge raus in die Wüste begeben.
Wo nix ist. Und hier sieht der aufmerksame Betrachter nun die Falschheit dieser Aussage und
kommt dahin, was uns die Physiker mit vielen fiesen Versuchen eh schon gezeigt haben:
Der Strom fließt ja von Minus nach Plus ! Logisch, wer will schon in der Wüste leben ?
Und, bei C&A, da ist was los, da gibts was, da sind Menschen, ist Musik, sind schöne Frauen...

Übrigens ist der Strom sehr schnell. Man gehe zu einem Lichtschalter und betätige diesen.
SOFORT nach Betätigen des Schalters ist er weg oder da, je nachdem, wie man geschaltet hat.

Der Strom, und das sagt uns wieder die Physik, ist fast so schnell wie das Licht. Logisch.
Denn: Der Strom macht ja das Licht. Und das Produkt kann ja schließlich nicht schneller sein als sein Ursprung.

Schließlich fliegt Vogelsch... auch nicht schneller als der Vogel selbst...


Das Produkt des Stromes, das Licht, ist sehr sehr schnell. Fahre mit dem Fahrrad los,
um dies zu erkennen. Der Dynamo erzeugt Strom, Drehstrom genaugenommen. Dieser
erzeugt vorn im Lämpchen das Licht. Und das Licht saust dann runter auf die Straße,
wo es ausgeht und dabei einen hellen Fleck macht. (Genau wie Vogelsch...)
Du kannst so schnell radfahren wie Du willst, das Licht ist immer schon da. Beim Auto,
Zug oder sogar beim schnellen ICE ist das genauso: Das Licht ist also schneller als alles andere. Deshalb sagt man, daß Licht das Schnellste überhaupt ist.

Wie erzeugt nun der Strom aber in dem Lämpchen das Licht ?


Nun, die kleinen flinken Elektronen sausen also, angetrieben vom Dynamo, durch
den Draht. Dann in das Lämpchen, in welchem sie durch eine Spirale, der Kenner
sagt
Glühwendel, hindurch müssen. Die ist sehr dünn und eng. Und dazu ist es dunkel,
denn
sonst hättest Du ja den Dynamo nicht eingeschaltet. Die vielen kleinen Elektronen knipsen
also jedes für sich ihre Taschenlampen an und leuchten sich den Weg.
Diese vielen kleinen Lämpchen ergeben zusammen das Licht, welches aus der Glühlampe kommt.

Deshalb leuchtet auch ein normaler, langer Draht nicht. Wo es nur geradeaus geht,
da brauchen sie nämlich kein Licht, da rasen sie einfach hinter dem Vordermann her.

Nur wenn der Draht sehr dünn ist, oder es zu viele Elektronen sind,
dann leuchtet der Draht, wie oben erwähnt, rot.

Es sprach der Elektriker - Ihr da OHM, macht doch WATT ihr VOLT !

73 de OE2RXN Wilfried

http://www.qth.at/oe2rxn

PS und immer dran denken .... nich am Strom packen!


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